Über Mich
Als Trainerin und sportlich aktive Dressurreiterin sind mir in den letzten Jahren natürlich schon allerlei Pferde, Sättel und Sattler über den Weg gelaufen. Mit meinem heutigen Wissen fallen viele Puzzleteile ineinander und einige Verhaltensweisen meiner Pferde machen rückblickend Sinn, konnten sie aufgrund ihres nicht optimal auf sie angepassten Sattels gar nicht anders reagieren.
Nach dem Beginn meiner Ausbildung zur Sattelergonomin wurden die Reithallen dieser Welt nicht unbedingt leichter für mich, durch mein neu erworbenes Wissen wurde mir klar, wie viele Pferde mit einem nicht für sie passenden Sattel geritten werden und wie viele Reiter*innen in einem für sie nicht passenden Sattel sitzen und förmlich gegen ihn ankämpfen. Entgegen der immer stärker werdenden Meinung „Richtig reiten reicht“ meine ich:
Nein, es reicht eben nicht.
„Richtiges Reiten“ ist unerlässlich, die Pferde sollen gesunderhaltend und entsprechend ihres Exterieurs und Interieurs gearbeitet werden, aber sie können ihre Leistung nicht bringen wenn der Sattel den sie tragen müssen beispielsweise:
• körperliche unwiderrufliche Schäden verursacht
• Entzündungen hervorruft
• den Cortisol-Spiegel ansteigen lässt (also Stress auslöst)
• sie nicht richtig atmen lässt
• sie einen Reiter tragen müssen, der in einem für ihn unpassenden Sattel sitzt der ihn so platziert, dass eine gemeinsame geschmeidige Bewegung mit dem Pferd unmöglich ist
Die Reithallen dieser Welt wurden und werden also nicht unbedingt leichter, aber die Möglichkeiten die mir als Sattelergonomin gegeben werden, den Pferden schon mit manchmal kleinen Handgriffen das Tragen ihres Sattels angenehmer zu machen, in ihrem Gesicht Erleichterung zu sehen und ein zufriedenes Abschnauben zu hören oder in das Gesicht eines Reiters zu schauen, der sich endlich wieder geschmeidig und ohne Schmerzen mit seinem Pferd bewegen konnte – das sind die Momente die mich mit Dankbarkeit erfüllen und mich antreiben, jeden Tag noch besser in meinem Job werden zu wollen.


